Bonn (epd). Das Unesco-Welterbekomitee berät ab dem 19. Juli unter anderem über die Aufnahme der Waldsiedlung in Berlin-Zehlendorf in die Welterbeliste. Bis zum 29. Juli wird das Gremium im südkoreanischen Busan tagen, wie die Kulturorganisation der Vereinten Nationen am Donnerstag in Bonn erklärte. Dabei wird unter anderem entschieden, welche Stätten neu in die Welterbeliste aufgenommen werden. Auf ihr stehen aktuell 1.248 Kultur- und Naturstätten in 170 Ländern, 55 davon in Deutschland.
Für die Unesco-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt sind den Angaben zufolge rund 30 Stätten nominiert. Dazu gehören auch die alliierten Landungsstrände vom D-Day 1944 in der Normandie, die heilige buddhistische Pilgerstätte Sarnath in Indien, die Korallenriffe im Golf von Akaba in Saudi-Arabien, die Region um den Olymp in Griechenland und der Garamba National Park im Nordosten der Republik Kongo. Das Welterbekomitee wird auch über den Erhalt und Schutz des Menschheitserbes beraten. 53 der Kultur- und Naturstätten auf der Liste gelten den Angaben zufolge aktuell als bedroht.
„Bedeutendes Beispiel des Neuen Bauens“
Die Waldsiedlung Zehlendorf wurde von Deutschland als „bedeutendes Beispiel des Neuen Bauens“ für die Welterbeliste vorgeschlagen. Sie umfasst rund 1.900 Wohneinheiten und ist damit einer der größten ihrer Art in Deutschland. Die Wohnanlage wurde 1926 bis 1931 gebaut und gilt als eines der Hauptwerke des Stadtplaners und Architekten Bruno Taut (1880-1938), aber auch andere Architekten waren beteiligt. Die Sedlung liegt im Südwesten Berlins und soll als Teil der Siedlungen der Berliner Moderne anerkannt werden. Diese gehören bereits seit 2008 zum Unesco-Welterbe.




