Mehr Auszubildende in der Pflege

Mehr Auszubildende in der Pflege
Pflegeberufe sind immer noch eine Frauendomäne. Aber seit dem Beginn der veränderten Ausbildungsform vor einigen Jahren steigt der Männeranteil. Er liegt inzwischen bei 29 Prozent der neuen Auszubildenden.

Wiesbaden (epd). Die Zahl der Auszubildenden in der Pflege ist erneut gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, schlossen 2025 rund 63.900 Auszubildende einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ab. Das waren acht Prozent mehr als 2024 mit 59.400 Ausbildungsverträgen. Damit begannen im dritten Jahr in Folge mehr Menschen eine Pflegeausbildung als im Vorjahr. Den Angaben zufolge beendeten 2025 rund 35.300 Personen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann erfolgreich.

Die Zahl der Auszubildenden insgesamt lag zum 31. Dezember 2025 bei knapp 157.200, ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 71 Prozent aller Auszubildenden mit Neuverträgen in der Pflegeausbildung 2025 waren Frauen (45.500) und 29 Prozent Männer (18.500). Seit dem Start der neuen Ausbildungsform wächst der Anteil der Männer allerdings kontinuierlich. So lag der Männeranteil bei den Neuverträgen im Jahr 2020 noch bei 24 Prozent (13.000) und stieg im vergangenen Jahr auf rund 29 Prozent (18.500).

Nur wenige entscheiden sich für spezialisierte Ausbildung

Nur wenige Personen in der seit 2020 generalisierten Pflegeausbildung wählten den Angaben zufolge einen spezialisierten Abschluss. Knapp 1,2 Prozent von ihnen erwarben deutschlandweit einen Abschluss mit Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Altenpflege.