Bundesamt: Hitze führt zu mehr Krankenhausbehandlungen und Toten

Bundesamt: Hitze führt zu mehr Krankenhausbehandlungen und Toten
Das Statistische Bundesamt legt Daten vor, die belegen: Hitze ist tödlich. Das gilt zumindest für Menschen, die gesundheitlich bereits Probleme haben.

Wiesbaden (epd). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lassen sich die Folgen extremer Hitze an den Behandlungen von Menschen in deutschen Krankenhäusern ablesen. Hitzschläge, Sonnenstiche und andere durch Hitze oder Sonnenlicht verursachte Beschwerden hätten im Schnitt in den Jahren 2004 bis 2024 zu knapp 1.400 Krankenhausbehandlungen geführt, wie das Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Als direkte Todesursache lasse sich Hitze bei durchschnittlich 21 Fällen für den untersuchten Zeitraum allerdings selten feststellen

Sehr hohe Temperaturen ließen die Sterblichkeit jedoch insgesamt steigen, da in vielen Fällen die Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen das Sterberisiko erhöhe. So seien in von Hitzeperioden geprägten Wochen zum Teil deutlich mehr Menschen als üblich gestorben.

Bei hohen Temperaturen sterben mehr Menschen

Es habe bereits mehrfach Sommerwochen mit Hitzewellen gegeben, deren Sterbefallzahlen um mehr als 20 Prozent über den Werten der Vorjahre lagen. Zuletzt habe das in der vorliegenden Statistik eine Juli-Woche im Jahr 2022 betroffen. Zu den Folgen der Extremhitze mit Rekordtemperaturen in der vergangenen Woche liegen dem Bundesamt noch keine Daten vor.

Die Statistikbehörde verwies auf Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zur hitzebedingten Sterblichkeit. Diese zeigten, dass Hitzeperioden in Deutschland regelmäßig zu mehr Todesfällen führen. Hierzu würden Sterbefallzahlen des Bundesamtes mit Temperaturmessungen des Deutschen Wetterdienstes kombiniert. Laut RKI habe es die höchste hitzebedingte Sterblichkeit der Jahre 2004 bis 2024 im Jahr 2018 mit schätzungsweise 8.500 Sterbefällen in Verbindung mit Hitze gegeben, gefolgt vom Jahr 2006 mit geschätzten 7.700 Todesfällen.