Bonn, Caracas (epd). Nach den zwei verheerenden Erdbeben in Venezuela ist in der Nacht auf Samstag ein Rettungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) in der Hauptstadt Caracas eingetroffen. Die Bergungseinheit umfasse 48 Einsatzkräfte, teilte das Hilfswerk in Bonn mit. Im Katastrophengebiet beginne nun „ein Wettlauf gegen die Zeit“.
Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW hätten bereits mit der Erkundung der Lage begonnen, erklärte die Präsidentin des Hilfswerks, Sabine Lackner: „Ziel ist es, jene Einsatzstellen zu identifizieren, an denen es wahrscheinlich ist, Menschen zu retten.“ Gleichzeitig werde ein Basislager eingerichtet, um die Einsatzkräfte zu koordinieren.
Moderne Suchtechnik und Rettungshunde
Das Team wird den Angaben zufolge in zwei Schichten arbeiten, um rund um die Uhr nach Vermissten unter den Trümmern zu suchen. Dabei würden neben moderner Suchtechnik auch Rettungshunde zum Einsatz kommen.
Am Mittwoch hatten zwei aufeinanderfolgende Beben der Stärke 7,2 und 7,5 das Land erschüttert. Das Epizentrum lag im Norden Venezuelas an der Karibikküste. Nach Angaben der venezolanischen Regierung sind mindestens 920 Menschen bei der Katastrophe ums Leben gekommen. Zehntausende gelten als vermisst.




