Jesenwang, Fürstenfeldbruck (epd). Der kleine Ort Jesenwang westlich von München lädt für den 5. Juli wieder zu seinem traditionellen Willibaldsritt ein. Auch in diesem Jahr rechne man wieder mit insgesamt 250 Pferden und 3.000 Zuschauern aus der Region, sagte der Vorsitzende des Freundeskreises St. Willibald, Martin Schmid, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Besondere an der Pferdewallfahrt: Sie führt mitten durch die spätmittelalterliche Willibaldskirche und ist damit europaweit einzigartig.
Der mehr als 300 Jahre alte Brauch ist die einzige Pferdewallfahrt in Europa, die mitten durch eine Kirche hindurchführt. Seit 2020 ist der Willibaldsritt Immaterielles Kulturerbe in Bayern, seit 2022 in Deutschland.
Brauch geht auf ein Gelübde von 1712 zurück
Der Willibaldsritt geht auf ein Gelübde der Jesenwanger von 1712 zurück. Damals grassierte in der Region eine Pferdeseuche, an der viele Pferde und Rinder starben. Die Menschen in Jesenwang gelobten, jedes Jahr den Willibaldsritt durchzuführen, wenn ihr Vieh von der Seuche verschont bleibt. Kein Tier erkrankte oder starb. Seitdem finden die Willibaldsritte fast ohne Unterbrechung jedes Jahr im Sommer statt.




