Warken legt Gesetzentwurf zur Suizidprävention vor

Warken legt Gesetzentwurf zur Suizidprävention vor
Etwa 10.000 Menschen sterben jährlich durch Suizid. Ein von Bundesgesundheitsministerin Warken vorgelegtes Gesetz sieht laut einem Medienbericht unter anderem die Schaffung einer bundesweiten Fachstelle für Suizidprävention vor.

Berlin (epd). Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will laut einem Medienbericht die Suizidprävention stärken. Geplant sei unter anderem die Schaffung einer „Bundesfachstelle für Suizidprävention“, berichtete die „Rheinische Post“ (Freitag) mit Verweis auf einen entsprechenden Gesetzentwurf. Dieser sei nun in die Ressortabstimmung der Bundesregierung gegeben worden, hieß es. Zu den Aufgaben der geplanten Bundesfachstelle solle beispielsweise gehören, ein Konzept für eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer zu entwickeln.

Ausbau von Krisendiensten

Der Entwurf sieht laut „Rheinischer Post“ zudem die Einrichtung eines Beirats vor, der die Fachstelle beraten soll. Die Länder sollten auf einen flächendeckenden, bedarfsgerechten Ausbau der Krisendienste hinwirken. Auch solle es Modellvorhaben zu Maßnahmen der Suizidprävention geben.

Laut Statistischem Bundesamt sterben in Deutschland jährlich etwa 10.000 Menschen durch Suizid. Ein vom früheren Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgelegter Gesetzentwurf, der unter anderem auch eine kostenfreie nationale Rufnummer für Suizidgefährdete vorgesehen hatte, war aufgrund der veränderten Mehrheiten nach dem Bruch der Ampel-Koalition nicht mehr verabschiedet worden. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD wurde das Vorhaben wieder aufgegriffen.