EKD-Ratsvorsitzende: Menschen in Venezuela nach Beben schnell helfen

EKD-Ratsvorsitzende: Menschen in Venezuela nach Beben schnell helfen

Hannover (epd). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat nach dem Erdbeben in Venezuela Hilfe für die Betroffenen angemahnt. „In wenigen Augenblicken haben viele Menschen Angehörige, ihr Zuhause oder jede Form von Sicherheit verloren“, erklärte Fehrs am Donnerstag. Familien bangten um Vermisste, Verletzte kämpften um ihr Leben - „und viele wissen nicht, wie die nächsten Tage aussehen werden“.

Die Menschen benötigten jetzt schnelle Hilfe, Schutz und verlässliche Unterstützung, sagte die Hamburger Bischöfin. „Gerade in einer solchen Katastrophe kommt es darauf an, den Menschen schnell beizustehen und sie nicht allein zu lassen“, unterstrich Fehrs und verwies auf Vorbereitungen der Diakonie Katastrophenhilfe. Das evangelische Hilfswerk stellt nach eigenen Angaben 100.000 Euro für die Soforthilfe zur Verfügung.

Zehntausende Opfer befürchtet

Venezuela war am Mittwochabend (Ortszeit) von zwei aufeinanderfolgenden Erdbeben der Stärke von 7,2 und 7,5 getroffen worden. Das Epizentrum lag im Norden des südamerikanischen Landes. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht bekannt. Nach Berechnungen des Geologischen Dienstes der USA könnte es Tausende bis Zehntausende Opfer geben.