Bogotá (epd). In Kolumbien hat der Nationale Wahlrat den Wahlsieg des ultrarechten Kandidaten Abelardo de la Espriella offiziell bestätigt. Wie das Portal „La Silla Vacía“ am Mittwoch (Ortszeit) meldete, ergaben sich im Vergleich zur Schnellauszählung am Sonntag nur minimale Änderungen. Demnach siegte de la Espriella mit 48,7 Prozent gegen den linken Senator Iván Cepeda, der auf 47,7 Prozent kam.
Cepeda hatte seine Niederlage bereits am Morgen eingeräumt. De la Espriella, der nun von vielen konservativen Kräften unterstützt wird, wird sein Amt am 7. August antreten. Der Unterschied der beiden Kandidaten lag bei etwas mehr als 250.000 Stimmen bei über 26 Millionen abgegebenen Wahlzetteln.
Rechtsruck wie in anderen Ländern Lateinamerikas
Cepeda hatte die Einmischung von US-Präsident Donald Trump kritisiert und de la Espriella Stimmenkauf vorgeworfen. Die EU-Wahlbeobachtungsmission hatte allerdings keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Europäische Union gratulierte de la Espriella am Donnerstag.
Mit dem Wahlsieg de la Espriellas setzt sich ein Rechtsruck in Lateinamerika fort. So kamen zuletzt unter anderem in Ecuador, Bolivien, Costa Rica, Honduras und Chile rechtsliberale bis ultrarechte Präsidenten an die Macht, zum Teil mit Unterstützung der US-Regierung. In Peru liegt die rechtskonservative Kandidatin Keiko Fujimori bei der Auszählung uneinholbar vorn.




