Berlin (epd). Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat einen 34-Jährigen wegen des Verdachts der Verbreitung von IS-Propaganda angeklagt. Der Mann soll drei Videos auf seinem Social-Media-Account mit 12.800 Followern verbreitet haben, teilte die Strafverfolgungsbehörde am Dienstag mit. Die Videos sollen sogenannte Naschids enthalten, gesungene Lieder und Hymnen ohne Instrumentalbegleitung.
Diese werden demnach im dschihadistischen Kontext als Kampflieder zur Emotionalisierung und Mobilisierung eingesetzt und häufig vom sogenannten Islamischen Staat (IS) selbst oder anderen terroristischen Vereinigungen herausgegeben. Die Berliner Polizei war im vergangenen Juli im Rahmen des „Naschid Action Day“ gegen islamistische Terrorpropaganda vorgegangen. Damals wurden Wohnungen von 22 Tatverdächtigen durchsucht.




