Merz: Rente bleibt sicher und Lasten werden gerecht verteilt

Merz: Rente bleibt sicher und Lasten werden gerecht verteilt
Die Rentenkommission hat ihren Bericht vorgelegt, jetzt muss die Bundesregierung die von ihr versprochene Reform umsetzen. Kanzler Merz spricht von einer "großen Lösung" und verspricht: Die Rente bleibe sicher, die Lasten würden gerecht verteilt.

Berlin (epd). Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine „große Lösung“ zur Sicherung des deutschen Rentensystems versprochen. Der Bericht der Rentenkommission erfülle zwei Ziele: „Die Rente bleibt sicher und die Lasten werden gerecht verteilt über alle gesellschaftlichen Gruppen, über alle Generationen hinweg“, sagte Merz am Dienstag in Berlin. Der Kanzler hatte zuvor gemeinsam mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) den Bericht der von ihr eingesetzten Kommission entgegengenommen. Merz lobte deren Empfehlungen als „ausgewogenes Paket“.

Bas sagte, es sei gelungen, insbesondere für die jüngere Generation eine Perspektive „aufzumachen“. Beide hoben insbesondere den Vorschlag hervor, eine verpflichtende kapitalgedeckte Altersversorgung einzuführen mit einem zusätzlichen Beitragssatz, den je zur Hälfte Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen sollen. Sie soll langfristig dazu führen, dass durch die Erträge das Rentenniveau steigt und gleichzeitig die Beiträge zur Rentenversicherung sinken. Ohne eine Reform wäre es umgekehrt, sagte Merz. Das sei „keine Option“, sagte Bas.

Bas: „Ich möchte dieses Paket umsetzen“

Bas betonte: „Ich möchte dieses Paket umsetzen.“ Die vorgeschlagenen Maßnahmen griffen alle ineinander, man könne nicht „Rosinen picken“. Die Kommission schlägt in ihrem Bericht auch vor, weitere Gruppen, etwa Selbstständige und Abgeordnete, in die Rentenversicherung einzubeziehen, die sogenannte Rente mit 63 abzuschaffen, das Rentenniveau mindestens zu halten und die Regelaltersgrenze an die steigende Lebenserwartung anzupassen - allerdings in sehr langsamen Schritten.

Zudem sollen die Renten nach 2031 wieder langsamer steigen als die Löhne. Der Kommission gehörten Abgeordnete sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an.