New York, Genf (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat die Welt zu einem weiteren entschlossenen Kampf gegen HIV-Aids aufgerufen. Die Aids-Epidemie sei nicht vorbei, sagte Guterres am Montag in New York. Auf einem Aids-Gipfel der Vereinten Nationen betonte der Generalsekretär, dass 2024 rund 630.000 Menschen im Zusammenhang mit Aids gestorben seien. Rund 1,3 Millionen hätten sich neu mit HIV infiziert. Zudem seien 9,2 Millionen Menschen, vor allem in armen Ländern, von einer Therapie mit lebensverlängernden Medikamenten abgeschnitten.
Gipfel soll Erklärung verabschieden
Die Kürzungen der internationalen Finanzmittel wirken sich laut Guterres unmittelbar auf die Präventionsmaßnahmen gegen die Immunschwächekrankheit aus, die für die Bekämpfung der Epidemie unverzichtbar seien. Zugleich führen knappe Kassen und die steigende Schuldenlast in Entwicklungsländern laut Guterres dazu, dass Regierungen Mittel aus der HIV-Bekämpfung abziehen.
Die Medizinerin Marleen Temmerman, die in Kenia arbeitet, betonte, dass die HIV-Neuinfektionen im Nahen Osten und Nordafrika zwischen 2010 und 2025 um 77 Prozent gestiegen seien. Besonders besorgniserregend sei der Anstieg von HIV-Infektionen bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen, besonders in den Gebieten Afrikas südlich der Sahara.
Der zweitägige Aids-Gipfel soll eine politische Erklärung verabschieden, in der die Länder ihren Willen zu einem weiteren Kampf gegen Aids bekunden.




