Evangelische Akademien in Mitteldeutschland fusionieren

Evangelische Akademien in Mitteldeutschland fusionieren
Die Evangelischen Akademien von Thüringen und Sachsen-Anhalt zählen zu den bundesweit ältesten. Zum Jahresbeginn 2027 werden die beiden Bildungsstätten unter einem Dach auftreten.

Magdeburg (epd). Die Evangelischen Akademien von Thüringen und Sachsen-Anhalt werden zum 1. Januar 2027 unter einem Dach vereinigt. „Wir werden uns zum Jahresbeginn 2027 zur Evangelischen Akademie Mitteldeutschland zusammenschließen“, sagte der Direktor der Akademie Sachsen-Anhalt, Christoph Maier, am Freitag in Magdeburg dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Länderbezüge sollten jedoch erhalten bleiben, weshalb auch die Standorte Wittenberg und Neudietendorf mit den bisherigen Räumlichkeiten fortgeführt werden. Die bisherige thüringische Geschäftsführerin Anna Lübbers sowie die beiden Direktoren Sebastian Kranich und Christoph Maier sollen künftig als Dreierspitze fungieren.

Zwei der ältesten evangelischen Akademien Deutschlands

Die Synoden der Evangelischen Landeskirche Anhalts und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hatten bereits vor Jahren eine engere Kooperation der beiden Akademien empfohlen. Nun müsse nur noch die Mitgliederversammlung des Förderkreises der Evangelischen Akademie in Wittenberg dem verabredeten Vorhaben zustimmen, sagte Maier.

Die im Sommer 1947 ins Leben gerufene Evangelische Akademie Thüringen ist die älteste ihrer Art in Ostdeutschland. Ihr Pedant in Sachsen-Anhalt nahm im Dezember 1948 ihre Arbeit in der Lutherstadt Wittenberg auf. Die Akademien entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg, um das Demokratieverständnis zu stärken sowie Kirche und Gesellschaft ins Gespräch zu bringen.