Addis Abeba, Genf (epd). Der Klimawandel und seine verheerenden Auswirkungen treffen Afrika laut einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) besonders hart. Extreme Wetter- und klimabedingte Ereignisse betrafen im Jahr 2025 in Afrika mindestens 13 Millionen Menschen und führten zu mehr als 3.000 gemeldeten Todesfällen, warnte die WMO am Donnerstag in Addis Abeba.
Der Kontinent erwärmt sich laut WMO schneller als der globale Durchschnitt. Gemäß einem neuen WMO-Bericht liegt die Erwärmungsrate auf dem gesamten Kontinent seit 1991 deutlich über denjenigen in jedem der vorangegangenen 30-Jahres-Zeiträume. Die im Jahr 2025 gemittelte jährliche durchschnittliche Oberflächenlufttemperatur über Land befand sich gemäß dem Bericht zufolge je nach verwendetem Datensatz zwischen dem dritt- und siebtwärmsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.
Gletscherschmelze am Kilimandscharo
Der Report hat nach WMO-Angaben weitere Kernaussagen: Extremwetterereignisse verursachen hohe wirtschaftliche und menschliche Kosten. Überschwemmungen sind die am häufigsten gemeldeten Gefahren. Afrikanische Gletscher, darunter auch am berühmten Kilimandscharo, schmelzen ab. Der Meeresspiegelanstieg an einigen afrikanischen Küsten lag seit 1999 über dem globalen Durchschnitt. Afrika weist erhebliche Lücken bei den Frühwarnsystemen auf.
Nur 40 Prozent der Länder Afrikas verfügen gemäß WMO über Frühwarnsysteme für verschiedene Gefahrenarten, die notwendig sind, um Menschenleben und Lebensgrundlagen zu retten. Es gebe jedoch ermutigende Anzeichen dafür, dass eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Wetterdiensten, Katastrophenschutz und lokalen Behörden die Vorsorge- und Reaktionsfähigkeiten stärken werde.



