Umweltstiftung fordert mehr Einsatz für die Energiewende

Umweltstiftung fordert mehr Einsatz für die Energiewende
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt verweist angesichts der Auswirkungen des USA-Iran-Krieges auf die Gefahren der Abhängigkeit von Öl und Gas. Sie fordert mehr Engagement für die Energiewende und betont: Die Zukunft ist elektrisch.

Osnabrück (epd). Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fordert einen „neuen Schub“ für die Energiewende. Deutschland müsse Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Instrumente nutzen, um Stromnetze zu stabilisieren und zu steuern und den Ausbau erneuerbarer Energien zu forcieren, sagte Generalsekretär Alexander Bonde am Mittwoch während der Jahrespressekonferenz und ergänzte: „Die Zukunft ist elektrisch.“ Deutschland habe durch den Mittelstand, Start-ups und die GreenTech-Branche „eine technologisch starke Position und darf wirtschaftlich die neue Energieepoche nicht verschlafen“.

Die Nutzung fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas sei ein Auslaufmodell, betonte Bonde. Der USA-Iran-Krieg mit den Auswirkungen auf die Straße von Hormus habe gezeigt, dass die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten Gefahren berge. Autoritäre Regime weltweit sowie ungelöste geopolitische Kriege und Konflikte könnten immer wieder zu Energiekrisen führen: „Fossile Abhängigkeit ist ein Standort-Killer und Preistreiber.“

Umstellung auf Kreislaufwirtschaft

Für die Energiewende sei zudem eine konsequente Umstellung von einer linearen in eine Kreislaufwirtschaft notwendig, verlangte der Generalsekretär. Rohstoffe müssten aus bereits benutzten Produkten herausgelöst und wiederverwertet, elektrische Geräte repariert und Müll vermieden werden. Wärmepumpen, Solar- und Windkraft bräuchten zum Betrieb teils seltene Erden und mineralische Ressourcen. „Damit müssen wir behutsam, weitsichtig und umweltverträglich umgehen.“