Bonn (epd). Die Hilfsorganisation Care warnt vor gravierenden Folgen der Unterfinanzierung in der internationalen Flüchtlingshilfe. Nur acht Prozent der benötigten Mittel weltweit seien gedeckt, erklärte Care Deutschland anlässlich des Weltflüchtlingstages (20. Juni) unter Berufung auf Zahlen des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR). Und dabei seien die veranschlagten Bedarfe angesichts der Finanznot ohnehin schon drastisch zusammengestrichen worden. Gleichzeitig kürzten immer mehr Staaten ihre Budgets für humanitäre Hilfe weiter.
„Die Folgen treffen nicht abstrakte Projekte, sondern Menschen in größter Not“, erklärte Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von Care Deutschland. „Wenn die Gesundheitsversorgung in Flüchtlingscamps zusammenbricht, Gesundheitshelferinnen fehlen und Medikamente nicht bezahlt werden können, wird eine Geburt zur Lebensgefahr für die geflohene Mutter und ihr Kind.“ Humanitäre Hilfe sei kein Luxus, sondern rette Leben, unterstrich Zentel. Er appellierte an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, die Finanzierung humanitärer Hilfsleistungen aufzustocken.



