Bundesregierung gibt weiteres Geld für Eindämmung des Ebola-Ausbruchs

Bundesregierung gibt weiteres Geld für Eindämmung des Ebola-Ausbruchs
Die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs im Kongo ist schwer. Auch die Bundesregierung äußert sich über die Ausbreitung besorgt und stellt zusätzliches Geld für die Eindämmung zur Verfügung.

Berlin (epd). Die Bundesregierung stellt weitere 13 Millionen Euro für die Eindämmung des Ebola-Ausbruchs im Kongo und Uganda zur Verfügung. Man sei über den aktuellen Ausbruch des Virus „zutiefst besorgt“, erklärte Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) am Mittwoch nach einem virtuellen Treffen mit anderen Staaten und Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation. Zusätzliche Maßnahmen seien notwendig, um die weitere Ausbreitung zu stoppen.

Nach Angaben des Ministeriums sollen neun Millionen Euro für die direkte Unterstützung der Demokratischen Republik Kongo, des Africa Centres for Disease Control and Prevention, der Ostafrikanischen Gemeinschaft sowie lokale Programme von UN und Nichtregierungsorganisationen bereitgestellt werden. Deutschland will zudem seinen Beitrag an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für deren Notfallmaßnahmen um vier Millionen Euro erhöhen.

Ebola-Ausbruch Mitte Mai bekannt geworden

Mitte Mai war der Ebola-Ausbruch im Osten des Kongo bekannt geworden. Gegen die für den aktuellen Ausbruch verantwortliche Bundibugyo-Variante gibt es bisher weder Impfung noch eine gezielte Therapie. Laut den kongolesischen Behörden wurden bislang 782 Infektionen registriert und 181 Todesfälle registriert. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, da das Gesundheitssystem schwach ist, viele Gegenden in der betroffenen Region schwer zugänglich sind und Gewalt zwischen Milizen und der Regierung herrscht.