Oxfam: In Ebolagebiet zu wenig sauberes Trinkwasser verfügbar

Oxfam: In Ebolagebiet zu wenig sauberes Trinkwasser verfügbar
Laut der Entwicklungsorganisation Oxfam mangelt es in der von Ebola betroffenen Region im Kongo an dem, was zur Bekämpfung der ansteckenden Krankheit am wichtigsten ist: sauberes Wasser.

Berlin (epd). In der von Ebola betroffenen Region in der Demokratischen Republik Kongo gibt es nach Recherchen der Hilfsorganisation Oxfam zu wenig sauberes Wasser. Wie die Organisation unter Verweis auf eigene neue Erhebungen am Dienstag in Berlin mitteilte, haben in der Stadt Mongbwalu, einem der Zentren des Ausbruchs in der Provinz Ituri, nur 20 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser.

Lediglich ein Viertel der Bevölkerung habe Zugang zu funktionierenden Sanitär- und Hygieneeinrichtungen. In der gesamten Provinz gibt es laut der Entwicklungsorganisation „verunreinigte Wasserquellen, weitgehend zerstörte Handwaschinfrastruktur sowie Gesundheitseinrichtungen, die Schwierigkeiten haben, infektiöse Abfälle sicher zu entsorgen“.

Zwei US-Dollar für 20 Liter sauberes Wasser „unerschwinglich“

„Wasser, die wichtigste und grundlegendste Schutzmaßnahme in jeder Gesundheitskrise, ist schlicht nicht verfügbar“, zitiert Oxfam ihren Koordinator für Nothilfeeinsätze in der Provinz Ituri, Manel Rebordosa. 20 Liter sauberes Wasser kosteten zwei US-Dollar. „Das ist für die meisten Familien hier unerschwinglich“, kritisierte Rebordosa.

Mitte Mai war der Ebola-Ausbruch im Osten des Kongo bekannt geworden. Gegen die für den aktuellen Ausbruch verantwortliche Bundibugyo-Variante gibt es bisher weder Impfung noch eine gezielte Therapie. Laut den kongolesischen Behörden wurden bislang 782 Infektionen registriert und 181 Todesfälle registriert. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, da das Gesundheitssystem schwach ist, viele Gegenden in der betroffenen Region schwer zugänglich sind und Gewalt zwischen Milizen und der Regierung herrscht.