Düsseldorf (epd). Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) will Angriffe gegen Beschäftigte in Krankenhäusern und Arztpraxen künftig gesondert in der Kriminalitätsstatistik erfassen. Die Angriffe nähmen zu, sagte Reul der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Aggressionen von Patienten und ihren Angehörigen beschränken sich nicht mehr nur auf Sanitäter.“ Auch Beschäftigte in Arztpraxen oder Krankenhäusern seien zunehmend betroffen. Das wolle er „in Zahlen abbilden“, sagte der CDU-Politiker.
„Erst wenn jeder versteht, wie viele Menschen davon betroffen sind, wächst die Erkenntnis über Sicherheitsmängel“, betonte Reul. Ihm sei aber auch klar, dass nicht jedes Krankenhaus mit Sicherheitsschleusen oder Polizei auf den Gängen geschützt werden könne. Für mehr Sicherheit müsse etwa das Personal sich über die Gefahren klarer werden, etwa durch Trainings. Zudem lasse sich über Alarmknöpfe sprechen, „damit Krankenhaus- oder Arztpraxen-Personal die Polizei diskret und schnell alarmieren kann“, sagte der NRW-Innenminister.
Angriffe auf Polizei- und Rettungskräfte werden aktuell in Deutschland statistisch erfasst. Die Situation des Personals im Gesundheitssektor wird aber bisher nicht systematisch abgebildet.



