Heilsarmee: Hochprozentiges an Supermarktkasse gefährdet Suchtkranke

Heilsarmee: Hochprozentiges an Supermarktkasse gefährdet Suchtkranke

Köln (epd). Anlässlich der bundesweiten „Aktionswoche Alkohol“ kritisiert die Heilsarmee das Angebot von Schnäpsen direkt an der Kasse in Supermärkten. „Die kleinen Flaschen mit den hochprozentigen Spirituosen richten sich vor allem an Alkoholiker“, sagte Michael Lenger, Suchtberater der Heilsarmee in Hamburg, am Freitag. Wenn suchtkranke Menschen vor Alkohol warten müssen, sei das eine Tortur. Die „Aktionswoche Alkohol“ findet als Präventionskampagne vom 13. bis 21. Juni statt.

Die Heilsarmee wies auf den hohen Umsatz hin, den die Supermärkte in den sogenannten Quengelzonen verdienen. Zwischen fünf und sieben Prozent des gesamten Geldes generiere laut Branchenschätzungen der Kassenbereich.

Kritik an Präsentation von Spirituosen

Der Lebensmitteleinzelhandel solle Spirituosen nicht in einer Weise präsentieren, die es schwer macht zu widerstehen, sagte Heilsarmee-Pressesprecherin Dagmar Puh dem Evangelischen Pressedienst (epd). Daher fordere die Heilsarmee, keinen Alkohol an der Kasse oder auf Gängen anzubieten, denen Käufer nicht ausweichen können.

Die Heilsarmee ist eine weltweite evangelische Freikirche und Hilfsorganisation. Sie wurde 1865 von dem Methodistenprediger William Booth gegründet, um notleidenden Menschen zu helfen und das Evangelium zu verbreiten.