Bonn (epd). Katholischer Appell an die G7: Vor dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs nächste Woche in Frankreich rufen die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen in den sieben führenden demokratischen Industrienationen zur Wahrung der Menschenwürde und Einhaltung des Völkerrechts auf. „Wir rufen die G7-Mitgliedsstaaten dazu auf, den Weg zu weisen zur Versöhnung zwischen den Völkern durch Dialog, Diplomatie und gegenseitigen Respekt“, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Appell.
„Wir brauchen eine weltweite humanitäre Wende, die wieder den Menschen in den Fokus allen Handelns stellt“, sagte der deutsche Bischofskonferenzvorsitzende Heiner Wilmer zu dem gemeinsamen Aufruf mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA. In dem Text heißt es unter anderem, die jüngsten Kürzungen in der öffentlichen Entwicklungshilfe in mehreren G7-Staaten seien Anlass zu tiefer Besorgnis.
Beratungen in Évian-les-Bains
Die Länder werden aufgerufen, ihr Bekenntnis zu internationaler Solidarität und zu einer gleichberechtigten Partnerschaft mit den Ländern des Globalen Südens zu bekräftigen. „Entwicklungspolitik muss sich vor allem auf Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Bildungszugang und Gesundheit sowie den Schutz der Schwächsten konzentrieren“, schreiben die Bischöfe.
Der Gipfel berät von Montag bis Mittwoch im französischen Évian-les-Bains. Die G7-Staaten trügen eine besondere Verantwortung für das Gemeinwohl, die von ihnen getroffenen Entscheidungen hätten direkte Auswirkungen auf die weltweite Bevölkerung, auf die internationale Stabilität sowie auf die Zukunft der jüngeren Generationen, erklärten die Bischöfe anlässlich des Treffens



