Mehr Rechtsextremisten in Sachsen

Mehr Rechtsextremisten in Sachsen
Keine Entwarnung in Sachsen: Der neue Verfassungsschutzbericht für 2025 zählt zwar weniger rechtsextremistische Straftaten, aber mehr Mitglieder der Szene. Auch Linksextremisten hatten mehr Zuspruch als im Vorjahr.

Dresden (epd). In Sachsen ist die Zahl der Rechtsextremisten weiter gestiegen. Für 2025 beziffert der am Dienstag in Dresden vorgestellte Verfassungsschutzbericht das „rechtsextremistische Personenpotenzial“ auf 6.550. Ein Jahr zuvor lag diese Zahl bei 6.000 Menschen, 2023 bei 5.750 Menschen.

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) erklärte: „Wenn rechtsextremistische Symbole im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof unwidersprochen bleiben, ist das Ausdruck einer fortschreitenden Normalisierung verfassungsfeindlicher Positionen und gleichzeitig Indiz für die anhaltende Verjüngung der Mitglieder der Szene.“

Die Zahlenangaben beruhen laut Landesamt für Verfassungsschutz auf Schätzungen sowie Rundungen und berücksichtigen zudem das sogenannte Dunkelfeld. Der sächsische Verfassungsschutz spricht daher vom „Personenpotenzial“.

Mehr Gewaltdelikte von Linksextremisten

Insgesamt seien 3.263 Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund verzeichnet worden und damit weniger als im Vorjahr. 2024 hatte es mit 3.919 Delikten einen neuen Höchstwert gegeben. Die Zahl der rechtsextremistischen Gewalttaten sei im Vergleich zu 2024 von 109 auf 73 gesunken.

Das linksextremistische Personenpotenzial beziffert der Bericht auf 975, 2024 waren es noch 900 Menschen. Es seien mehr Straftaten von Linksextremisten verzeichnet worden. Die Zahl stieg demnach von 1.099 auf 1.131 Fälle, davon 135 Gewaltdelikte (2024: 92).