Dresden (epd). Mehrere tausend Menschen haben sich am Samstag an einem Umzug zum Christopher Street Day (CSD) in Dresden beteiligt. Ein Sprecher der Polizei berichtete am Mittag von einem friedlichen Verlauf ohne jede Störungen. Auch Provokationen aus der rechten Szene seien ausgeblieben, sagte der Polizeisprecher.
Die Veranstalter hatten mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet. Die Route des Umzugs führte vom Altmarkt durch die Innenstadt auf die Neustädter Elbseite und wieder zurück. Zur Auftaktkundgebung hatte sich auch die Queerbeauftragte der Bundesregierung, die SPD-Politikerin Sophie Koch, angekündigt.
Dreitägiges Straßenfest
Der Umzug war zugleich Höhepunkt und Abschluss eines dreitägigen Straßenfestes zum CSD, das am Donnerstag auf dem Dresdner Altmarkt begonnen hatte. Im Vorfeld hatte es Querelen um die Einordnung der Veranstaltung gegeben. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht stufte das Fest schließlich als Versammlung ein. Zuvor hatte die Landesdirektion Sachsen diesen Status aberkannt.
Viele CSD's verbinden Protest, Information, Kultur und Begegnung. Der CSD Dresden versteht sich nach eigenen Angaben als politische Demonstration für Vielfalt, Demokratie und die Rechte queerer Menschen. Neben dem politisch-kulturellen Programm standen gesellschaftspolitische Themen wie Schutz vor queerfeindlicher Gewalt, Sichtbarkeit, Gleichstellung und demokratischer Zusammenhalt im Mittelpunkt der Veranstaltungen.
Die CSD-Bewegung geht auf ein Ereignis am 28. Juni 1969 in der Christopher Street in New York zurück. Besucher der Schwulen-Bar „Stonewall Inn“ widersetzten sich der Polizeigewalt.



