Düsseldorf (epd). Zur am Donnerstag beginnenden Fußball-WM hat der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der rheinische Präses Thorsten Latzel, dazu aufgerufen, einer politischen Instrumentalisierung des Sports entgegenzutreten. „Lasst uns Turniere wie die WM genießen und zugleich kritisch hinschauen, was neben dem Spiel passiert“, erklärte Latzel in einem am Samstag veröffentlichten „Theologischen Impuls“. „Lasst uns allen entgegentreten, die den Sport politisch instrumentalisieren oder ökonomisch ausschlachten wollen“, erklärte der leitende Theologe der zweitgrößten Landeskirche.
Latzel rief dazu auf, für einen Sport einzutreten, „der Menschen wirklich verbindet und Werte und Gemeinschaft fördert“. Er hoffe, dass die Fußball-WM in Mexiko, den USA und Kanada „trotz der unsäglichen kommerziellen und politischen Instrumentalisierung“ etwas vom „Pfingstgeist der Völkerverständigung“ atme. Pfingsten sei ein Fest des Heiligen Geistes und mit Völkerverständigung zwischen allen Menschen. „Da spielt es keine Rolle, welche Farbe dein Trikot, deine Haut oder dein Pass hat“, unterstrich Latzel.



