Berliner Hindu-Tempel wird mit Ganges-Wasser geweiht

Berliner Hindu-Tempel wird mit Ganges-Wasser geweiht
Ganges-Wasser über neuen Berliner Hindu-Tempel: Am Sonntag ist der Höhepunkt der Einweihungsfeierlichkeiten für das farbenfrohe Bauwerk an der Neuköllner Hasenheide.

Berlin (epd). In Berlin wird am Sonntag ein neuer Hindu-Tempel eingeweiht. Es ist der Höhepunkt der seit Mittwoch dauernden Feierlichkeiten, wie der Trägerverein des Tempels mitteilte. Dazu soll der rund 17 Meter hohe, farbenprächtige Turm des Tempels mithilfe eines Krans mit Wasser aus der Spree und dem indischen Ganges übergossen werden. Dazu werden unter anderem Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe und der Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel (alle SPD) sowie der indische Botschafter Ajit Gupte erwartet.

Die Baukosten von rund 1,1 Millionen Euro wurden aus Spenden finanziert, wie Initiator Vilwanathan Krishnamurthy erklärte. Die Planungen für das Heiligtum in Berlin-Neukölln am nordöstlichen Rand des Volksparks Hasenheide gehen bis 2005 zurück, 2010 war Baustart. Wegen zahlreicher Baustopps verzögerte sich die Fertigstellung. Der „Sri Ganesha Hindu Temple“ ist nach dem elefantenköpfigen Hindu-Gott Ganesha benannt.

Farbenprächtige Turmfassade

Die Fassade des sogenannten Königsturms zieren mehr als 200 Skulpturen, gefertigt von indischen Fachleuten. Dahinter schließt sich die Tempelhalle an. Darin befinden sich der Hauptaltar sowie mehrere Nebenaltäre. Der Tempel steht täglich von 16 bis 18 Uhr allen Besuchern offen.

Das 5.000 Quadratmeter umfassende Tempelareal hat der Verein nach eigenen Angaben vom Bezirk Neukölln für 85 Jahre gepachtet. In Berlin gibt es für Hindus noch drei weitere Gebetsräume, darunter den „Murugan Temple“ in Berlin-Britz. In der Hauptstadt sind laut Statistischem Landesamt mehr als 48.000 indische Staatsbürger gemeldet.