Hamm (epd). Unter dem Motto „Zukunft statt Gas - Energiewende verteidigen“ haben am Samstag nach Veranstalterangaben rund 5.000 Menschen in Hamm gegen den Bau neuer Gaskraftwerke demonstriert. 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten zudem mit einem Menschenbild ein bewegliches Windrad geformt, hieß es. Aufgerufen zu dem Protest hatten Campact, Fridays for Future, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Greenpeace.
Sie forderten „einen sofortigen Kurswechsel weg von fossilem Gas und hin zu einer konsequenten, sozial gerechten Energiewende“. Die Zukunft gehöre erneuerbaren Energien, nicht neuen fossilen Abhängigkeiten. Gas heize die Klimakrise an und führe viele Menschen in eine Kostenfalle, da Strom- und Heizkosten weiter steigen, hieß es. Nur mit den Erneuerbaren Energien könnten Energiekosten bezahlbar und langfristig stabil bleiben.
Kritik an Investitionen in klimaschädliche fossile Infrakstruktur
Anlass der Proteste sind die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), in ganz Deutschland neue Gaskraftwerke zu bauen. Die Umweltorganisationen werfen der Ministerin ein „klimapolitisches Rollback“ vor. Statt den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben, würden zentrale Fortschritte der Energiewende ausgebremst und Milliardenbeträge in klimaschädliche fossile Infrastruktur investiert.



