Berlin (epd). Die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wollen verstärkt junge Menschen für Blutspenden gewinnen. Die deutsche Bevölkerung altere zunehmend, die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer erreichten das Rentenalter. „Damit wächst die Zahl älterer Menschen, die medizinisch versorgt werden müssen, während gleichzeitig weniger junge Menschen nachkommen, die potenziell Blut spenden können“, erklärten die Blutspendedienste am Freitag in Berlin.
Eine stabile Blutversorgung dürfe nicht dauerhaft auf den Schultern einer kleiner werdenden Gruppe besonders engagierter Spenderinnen und Spender ruhen. Angesichts des demografischen Wandels bleibe es entscheidend, neue und insbesondere jüngere Menschen dauerhaft für die Blutspende zu gewinnen.
Weltblutspendetag am 14. Juni
Zum bevorstehenden Weltblutspendetag am 14. Juni erläuterte das DRK, dass alle gesunden Menschen ab 18 Jahren Blut spenden dürfen. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Bis zu sechsmal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu viermal. Zwischen zwei Spenden müssen mindestens acht Wochen liegen.
Wichtig sei es, gerade in den Sommermonaten Blut zu spenden, erklärte das DRK. Hohe Temperaturen und die Reisezeit würden erfahrungsgemäß dafür sorgen, dass weniger Menschen zur Blutspende gehen. Gleichzeitig bleibe der Bedarf an Blutpräparaten in den Kliniken unverändert hoch.



