Oranienburg (epd). Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat bei ihrem Antrittsbesuch in Brandenburg die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg besucht. Dort wurde sie am Donnerstag von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zu einem Gespräch und einem gemeinsamen Rundgang durch die Gedenkstätte empfangen.
Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD), die nicht an dem Gespräch teilnahm, sprach von einem „starken Zeichen“, dass Prien ihren ersten offiziellen Besuch als Bundesministerin in Brandenburg der Gedenkstätte gewidmet habe. „Das ist ein starkes Signal“, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Oranienburg. Die Erinnerungsarbeit habe für Prien bekanntermaßen eine große Bedeutung.
Historisch-politische Bildung
Im Mittelpunkt des Besuchs sollte nach Angaben der Staatskanzlei die historisch-politische Bildungsarbeit stehen. Die Gedenkstätte Sachsenhausen in dem früheren NS-Konzentrationslager gehört zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.
Unter dem NS-Regime waren im KZ Sachsenhausen zwischen 1936 und 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Mindestens 55.000 von ihnen starben an den unmenschlichen Haftbedingungen oder wurden ermordet.



