Söder: Yad Vashem Bildungszentrum ist Ehre für München

Söder: Yad Vashem Bildungszentrum ist Ehre für München
Die weltweit erste Außenstelle der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wird in München entstehen. Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich erfreut.

München (epd). Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Entscheidung der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für ein Bildungszentrum in München als „Ehre“ bezeichnet. Jüdisches Leben gehöre fest zu Bayern, der Freistaat habe sich deshalb sehr für den Standort München eingesetzt, erklärte Söder in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. „Bayern wird für Yad Vashem ein gutes Zuhause sein“, sagte der Ministerpräsident. Auch die geplante Außenstelle in Leipzig sei ein gutes Signal, „da gerade auch im Osten Deutschlands viel für Demokratie getan wird.“

Die Entscheidung für München zeige „unsere enge Beziehung zur jüdischen Gemeinde und zu Israel“, erklärte Söder weiter. Der Freistaat stehe zu seiner geschichtlichen Verantwortung, dass sich die Gräuel des Nationalsozialismus niemals wiederholen dürften. Dafür brauche es Gedenk- und Bildungsstätten wie Yad Vashem, „damit niemals vergessen wird, was passiert ist.“

Eröffnung innerhalb von drei Jahren

Yad Vashem hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass man nach einer umfassenden bundesweiten Machbarkeitsstudie die weltweit erste Außenstelle der Gedenkstätte in München eröffnen wolle. Ausschlaggebend sei Münchens „strategische Positionierung innerhalb Deutschlands und Europas“ sowie der hohe Sicherheitsstandard und „die besondere historische Signifikanz“ der bayerischen Landeshauptstadt gewesen, heißt es in der Mitteilung. Das Bildungszentrum soll innerhalb von drei Jahren eröffnet werden.