Sachsen-Anhalt: Bildungsträger beziehen gegen AfD-Politik Stellung

Sachsen-Anhalt: Bildungsträger beziehen gegen AfD-Politik Stellung
Angesichts des von der AfD Sachsen-Anhalt angestrebten Umbaus des Bildungssystems fordern 19 Träger und Gewerkschaften den Erhalt einer freien und vielfältigen Bildungslandschaft.

Magdeburg (epd). Akteure der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt weisen den von der AfD angestrebten Umbau des Bildungssystems zurück. In einer gemeinsamen Stellungnahme, die am Mittwoch in Magdeburg veröffentlicht wurde, fordern sie vielmehr den Erhalt einer freien, vielfältigen und inklusiven Bildungslandschaft. Bildung müsse Raum bieten, „in dem Menschen sich als selbstbestimmte, kritisch denkende und sozial verantwortliche Individuen entwickeln“, hieß es. Schulen und Bildung müssten „gegen jede politische Vereinnahmung“ geschützt werden.

Die AfD erklärte in ihrem Programm zur Landtagswahl, „alle Versuche des Staates, sich in die Erziehung der Kinder einzumischen“, entschieden zurückzudrängen und die Inklusion von behinderten und nicht behinderten Schulkindern abzuschaffen. Zudem solle die Landesförderung des Programms „Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage“ eingestellt und die Landeszentrale für politische Bildung abgeschafft werden.

Frei von politischer Wohlgefälligkeit bleiben

Dem widersprechen die 19 Erstunterzeichner: „Aus Verantwortung für die Menschen, mit denen wir arbeiten“ brauche es weiterhin eine „Bildung, die Menschen stärkt statt formt, konstruktive Kritik fördert statt unterbindet und Vielfalt als Ressource versteht statt als Bedrohung“, hieß es. Man bekenne sich „zu einem Bildungssystem, in dem Träger unabhängig von politischer Wohlgefälligkeit gefördert werden und in dem Menschen jeden Alters gleichberechtigt Zugang zu Bildung haben“.