Berlin (epd). Die Berliner Polizei hat im Zusammenhang mit dem antisemitischen und islamistischen Anschlag am Holocaust-Mahnmal im Februar 2025 am Mittwoch einen weiteren Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, wird dem syrischen Staatsangehörigen Khalaf A. Beihilfe zum versuchten Mord vorgeworfen.
Beamte des Landeskriminalamtes Berlin nahmen Khalaf A. fest. Der Haftbefehl eines Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs stammte vom 19. Mai. Der Beschuldigte sei der Beihilfe zum versuchten Mord und zur gefährlichen Körperverletzung dringend verdächtig, hieß es zur Begründung.
Beschuldigter soll Attentäter ermutigt haben
Demnach soll Khalaf A. mit dem inzwischen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilten Attentäter Wassim Al M. in Kontakt gestanden haben. Khalaf A. soll noch den Nachmittag vor der Tat mit Wassim Al M. verbracht haben und diesen ermutigt haben, sein Vorhaben umzusetzen.
Wassim Al M. hatte laut Urteil am Abend des 21. Februar 2025 aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Einstellung heraus im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte einem ihm unbekannten 31-jährigen spanischen Touristen die Kehle durchschnitten. Das Urteil gegen den zur Tatzeit 19-jährigen Wassim Al M. vom Berliner Kammergericht am 5. März 2026 ist bislang nicht rechtskräftig, teilte die Generalbundesanwaltschaft mit.



