Hunderte feiern Pfingstgottesdienst auf dem Römerberg

Hunderte feiern Pfingstgottesdienst auf dem Römerberg
Rund 700 Menschen haben am Pfingstmontag den traditionellen Gottesdienst auf dem Römerberg gefeiert. Durchatmen und Mut für die Zukunft schöpfen, war in diesem Jahr das Thema.

Frankfurt a.M. (epd). Der evangelische Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach, Holger Kamlah, hat beim internationalen Pfingstgottesdienst auf dem Frankfurter Römerberg zu gegenseitigem Verständnis aufgerufen. Pfingsten stehe für Gemeinschaft, für das Wunder, dass alle einander verstehen, sagte er laut Predigtmanuskript am Montag. Der Gottesdienst und ein anschließendes internationales Fest standen unter dem Motto „Atem holen. Mut für Morgen“. Rund 700 Menschen feierten den Gottesdienst nach Angaben eines Sprechers des Stadtdekanats.

„Wir leben in einer Zeit, die uns den Atem verschlägt“, sagte Kamlah und verwies auf Kriege und Krisen, die Zukunftsängste auslösten. Es sei verständlich, dass Menschen nach Orientierung suchten, doch allzu oft bekämen sie Feindbilder statt Orientierung angeboten. Jenen, die mit Angst regieren, wolle er das Zusammenleben nicht überlassen, betonte Kamlah: „Wer anderen den Atem nimmt, vergiftet die Luft für alle.“

Kultur und Speisen aus vielen Ländern

Der Heilige, Geist, der mit Pfingsten gefeiert werde, funktioniere anders, er weite, öffne und verbinde die Menschen. Dieser Geist gebe den Mut, zu sagen: „Ich lasse mich nicht anstecken vom Hass.“ Beim anschließenden Internationalen Fest im Dominikanerkloster präsentierten Gemeinden Kulturelles und Kulinarisches aus vielen Regionen der Welt.