Frankfurt a.M. (epd). In den meisten katholischen Bistümern in Deutschland liegt der Anteil von Frauen in Führungspositionen über 30 Prozent. In 16 Bistümern arbeiten mehr als 30 Prozent Frauen in leitender Funktion, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienst (epd) unter den 27 Diözesen ergab. In 5 Bistümern lag der Anteil unter 30 Prozent, insgesamt 21 Bistümer schickten verwertbare Zahlen.
Die 27 Diözesen hatten sich im November 2018 darauf geeinigt, den Anteil von Frauen in höheren Führungspositionen, die allen nicht-geweihten Mitarbeitern offenstehen, binnen fünf Jahren „auf ein Drittel und mehr“ zu steigern. Eine Erhebung aus dem Jahr 2023 zeigte: In den oberen Leitungsämtern wurde in den deutschen Bistümern ein Frauenanteil von 28 Prozent erreicht.
Anstieg seit 2013
Auf der mittleren Leitungsebene, also Abteilungen oder Referaten, betrug der Anteil von Frauen in leitender Funktion 34 Prozent. Zehn Jahre zuvor, 2013, waren in den deutschen Bistümern 13 Prozent der oberen Leitungsämter ohne Ordinariat mit Frauen besetzt, auf der mittleren Ebene 19 Prozent.
Seither haben viele Bistümer mehr Frauen in Führungspositionen befördert und liegen über der Zielmarke von 2018. Im Bistum Würzburg hat sich der Anteil zwischen 2021 und 2026 auf nun 47,5 Prozent fast verdoppelt. Auch im Bistum Erfurt sind 9 von 19 Leitungsfunktionen mit Frauen besetzt (47,4 Prozent).
Im Bistum Münster arbeiten 37,4 Prozent Frauen in Leitungsjobs. Auch in Paderborn, München-Freising, Bamberg, Hildesheim, Osnabrück, Aachen und Limburg sind Führungspositionen mit mehr als einem Drittel Frauen besetzt.




