Lernen und Arbeit helfen bei Integration von Geflüchteten

Lernen und Arbeit helfen bei Integration von Geflüchteten
Integration braucht Teilhabe - und keine Warteschleifen. Das erfuhren die Flüchtlingsbeauftragten der beiden großen Kirchen bei Gesprächen mit Geflüchteten und kirchlichen Flüchtlingshilfen in Sachsen-Anhalt.

Magdeburg (epd). Ausbildung und Arbeit bieten nach Überzeugung der Flüchtlingsbeauftragten beider großer Kirchen die besten Chancen zur Integration. Der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Stefan Heße, und der Beauftragte für Flüchtlingsfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christian Stäblein, trafen am Freitag in einem Magdeburger Handwerksbetrieb mit geflüchteten Auszubildenden und Wirtschaftsvertretern zusammen. Die Geflüchteten schilderten den Angaben zufolge, wie wichtig es war, vom ersten Tag an als vollwertiges Mitglied im Team behandelt zu werden.

Der Hamburger Erzbischof Heße betonte die Bedeutung von Arbeit und des betrieblichen Umfelds für das Gelingen von Integration: „Arbeit kann Halt und Struktur bieten und das Gefühl, gebraucht zu werden.“ So würden Austausch und Begegnungen ermöglicht.

Lernen und Arbeit verbessern Integration

Beide Bischöfe verwiesen auf die gemeinsame Verantwortung von Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche: „Faire Arbeit ist mehr als Broterwerb: Sie ist auch ein Gebot der Menschenwürde.“ Der Berliner Bischof Stäblein ergänzte: „Wer arbeiten und lernen darf, kommt in Deutschland schneller an.“

Gerechte Arbeitsverhältnisse ermöglichten, sich als Persönlichkeit zu entfalten. Deshalb forderten die Kirchen eine bessere Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. „Jeder und jede kann zu einem integrationsfreundlichen Klima in unserer Gesellschaft beitragen“, sagten die beiden Bischöfe.