Erinnerungsort für Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal geplant

Erinnerungsort für Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal geplant
Ort der Trauer und dauerhafter Erinnerungsort: Ein Verein arbeitet an einem Mahnmal für die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal. Der Bau soll noch dieses Jahr entstehen.

Bad Neuenahr-Ahrweiler (epd). Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal soll in Bad Neuenahr-Ahrweiler ein zentrales Mahnmal für die Opfer entstehen. „Das Bauwerk soll 14 Meter lang und 70 Zentimeter breit werden - als Verweis auf den 14. Juli 2021“, teilte der Verein „DenkAHR“ am Freitag mit. Die vorgesehene Höhe von 4,5 Metern orientiere sich am durchschnittlichen Wasserstand im Ahrtal damals.

Zudem sollen zufolge im Kaiser-Wilhelm-Park der Stadt 135 Steine und ein weiterer Stein an die namentlich bekannten Opfer und „alle unbekannten Verstorbenen“ erinnern. Teile von zerstörten Gebäuden dienten als Materialien. Initiator des Projekts ist der Künstler Jochen E. Diedenhofen.

Trauer und Erinnerung

Das Mahnmal solle einen Ort der Trauer schaffen, aber auch die Erinnerung an die Ereignisse dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein verankern, erklärte der Verein. Politische Abstimmungen und Gremienentscheidungen seien bereits durchlaufen. Insgesamt seien zur Finanzierung 370.000 Euro nötig. „Sobald die Gelder vollständig verfügbar sind, soll das Mahnmal noch in diesem Jahr errichtet werden.“ Die Schirmherrschaft hat die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand (parteilos), übernommen.

Bei der Flutkatastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 kamen mehr als 180 Menschen ums Leben: 136 in Rheinland-Pfalz - allein 135 im Ahrtal - und 49 in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 800 Menschen wurden teils schwer verletzt, ganze Orte zerstört. Auslöser für die Sturzfluten war ein Tiefdruckgebiet, das tagelang über Mitteleuropa festhing.