Iran soll Attentate auf Josef Schuster und Volker Beck geplant haben

Iran soll Attentate auf Josef Schuster und Volker Beck geplant haben
Zwei Männer werden wegen mutmaßlicher Tätigkeit für den Geheimdienst Irans angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, Attentate auf jüdische Geschäfte sowie prominente Vertreter der jüdischen Gemeinschaft und des Austauschs mit Israel vorbereitet zu haben.

Karlsruhe (epd). Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Männer erhoben, die mutmaßlich im Auftrag des iranischen Geheimdienstes Mord- und Brandanschläge auf jüdische Geschäfte und prominente Personen in Deutschland vorbereiten sollten. Der Däne Ali S. habe den Auftrag erhalten, Informationen über den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sowie den Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, einzuholen, teilte der Generalbundesanwalt am Donnerstag in Karlsruhe mit.

Zudem sollte er zwei jüdische Lebensmittelhändler in Berlin ausspähen, heißt es in der Mitteilung weiter. „All dies diente der Vorbereitung von Mord- und Brandanschlägen in Deutschland“, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Sie wirft Ali S. geheimdienstliche Agententätigkeit, Agententätigkeit zu Sabotagezwecken sowie den Versuch der Beteiligung an Verbrechen des Mordes und der schweren Brandstiftung vor. „Auftragsgemäß kundschaftete Ali S. im Frühjahr 2025 in Berlin diverse Orte aus“, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Angeklagte in Untersuchungshaft

Dem ebenfalls angeklagten Afghanen Tawab B. wird versuchte Beteiligung an einem Mord zur Last gelegt. Als Komplize von Ali S. habe er sich bereit erklärt, einem unbekannten Dritten eine Waffe zu verschaffen und ihn zu einem Mordanschlag auf Beck zu veranlassen. Beide Männer wurden den Angaben zufolge im Sommer und Herbst vergangenen Jahres in Dänemark festgenommen und befinden sich seit ihrer Überstellung nach Deutschland in Untersuchungshaft. Die Anklage wurde vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts in Hamburg erhoben.