München (epd). Die Seniorenverbände von CDU und CSU fordern gesellschaftliche Teilhabe ohne digitale Barrieren. Am Mittwoch verabschiedeten die Vorstände ihre „Münchner Erklärung“, wie die CSU mitteilte. Damit solle unterstrichen werden, „dass insbesondere ältere Menschen gezielte Unterstützung und leicht zugängliche digitale Angebote benötigen, damit sie digitale Anwendungen sicher und selbstbewusst nutzen können“, sagte der Bundesvorsitzende der CDU-Senioren, Hubert Hüppe.
Die Solidarität erfordere zudem, diejenigen zu schützen, die nicht am digitalen Leben teilnehmen können oder wollen: „Wir sagen Ja zu Digitalisierung und KI, Nein zu jeder Form der Altersdiskriminierung“, erklärte der Landesvorsitzende der CSU-Senioren, Franz Meyer.
„Große Gruppe, die in der analogen Welt weiterleben will“
Für die Senioren-Union sei mit der Digitalisierung der gesellschaftliche Wandel weit fortgeschritten und werde durch Lösungen mit Künstlicher Intelligenz noch weiter vorangetrieben, hieß es. Mit der „Münchner Erklärung“ solle deutlich werden, „dass es bei den älteren Menschen eine große Gruppe gibt, die in der analogen Welt weiterleben will“. Würden wesentliche Dienstleistungen nur digital angeboten, werde ein Teil der Bevölkerung von der Teilhabe ausgeschlossen. Deshalb müsse es zu digitalen Dienstleistungen gleichwertige analoge Alternativen geben.
Zu den sechs Forderungen der Senioren-Union gehört zudem, die Benutzerfreundlichkeit bei digitalen Lösungen auch an älteren Menschen zu orientieren und die digitale Kompetenz der älteren Generation zu stärken. Sicherheit und Datenschutz müsse ein besonderes Gewicht gegeben werden, Digitalisierung solle soziale Teilhabe stärken und Isolierung von Menschen vermeiden. Zudem wird gefordert, Bargeld als Zahlungsmittel zu erhalten.




