US-Amerikaner mit Ebola soll in Deutschland behandelt werden

US-Amerikaner mit Ebola soll in Deutschland behandelt werden
In Deutschland soll ein US-Amerikaner behandelt werden, der sich beim aktuellen Ebola-Ausbruch mit dem Virus angesteckt haben soll. Für Deutschland sprechen demnach die kürzere Flugzeit und frühere Erfahrungen mit Ebola-Patienten.

Berlin (epd). Ein US-Amerikaner mit einer Ebola-Infektion wird laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) in Berlin behandelt. Der Patient werde zur Behandlung in die Sonderisolierstation der Charité gebracht, teilte das Ministerium am Dienstag in Berlin mit. Die US-Regierung werde den Transport von Uganda nach Deutschland mit einem speziellen Flugzeug organisieren und sicherstellen. Der Transport vom Flughafen soll mit einem speziellen Infektions-Rettungswagen erfolgen. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.

Deutschland hatte nach Ministeriumsangaben bereits 2014 drei bestätigte Ebola-Fieber-Patienten behandelt. Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende, schwere Infektion. Eine unbehandelte Erkrankung verläuft laut Robert Koch-Institut in 30 bis 90 Prozent der Fälle tödlich.

Seltener Virusstamm Bundibugyo

Laut Robert Koch-Institut hat die Weltgesundheitsorganisation nach dem Ausbruch von Ebola-Fieber in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda am 17. Mai eine „Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen, wie bereits bei den Ausbrüchen in den Jahren 2019 und 2014.

Zum Stand 17. Mai gibt es 8 laborbestätigte Fälle, 246 Verdachtsfälle und 80 mutmaßliche Todesfälle. Der aktuelle Ausbruch wird durch den Virusstamm Bundibugyo verursacht, gegen den es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.