Potsdam, Dresden (epd). Die Stiftung für das sorbische Volk erhält in diesem Jahr knapp 29,3 Millionen Euro gemeinsam von Bund und den beiden Ländern Sachsen und Brandenburg. Bis 2030 sind jährliche Erhöhungen zum Ausgleich der Kostensteigerungen vorgesehen, wie das Bundesinnenministerium und die Staatskanzleien von Sachsen und Brandenburg am Dienstag mitteilten. Anlass war die Unterzeichnung des fünften Abkommens über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung. Damit solle der Fortbestand der Stiftung zum Erhalt der sorbischen Kultur gesichert werden. Die Hälfte der Kosten trägt der Bund, Sachsen finanziert ein Drittel und Brandenburg ein Sechstel.
Die Stiftung für das sorbische Volk hat ihren Sitz in Bautzen. Die Sorben/Wenden sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Ihre Sprache in den unterschiedlichen Ausprägungen ist anerkannte Minderheitensprache. Derzeit wird von mehr als 20.000 Menschen in Sachsen und Brandenburg ausgegangen, die diese Sprache beherrschen.




