Jülich, Ahaus (epd). Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und in Jülich rufen wieder zu Protesten gegen einen weiteren Castor-Transport mit radioaktivem Atommüll auf. Wie die Initiativen am Montag mitteilten, soll am Dienstag der vierte Transport vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus per Lkw starten.
Initiativen fordern Endlager und Abbruch der Zwischenlager-Transporte
Bisher seien die vorangegangenen drei Castor-Transporte mit Pannen und Unzulänglichkeiten einhergegangen, kritisierten die Initiativen und sprachen von einem „politisch herbeigeführten Atommüll-Chaos“ von Bund und Land. Der Zielort der Transporte, das Zwischenlager Ahaus, sei nur bis 2036 genehmigt, so dass die Endlagerung des Atommülls weiter ungeklärt sei. Die auf Jahre angelegten Straßentransporte der Brennelementekugeln aus einem Forschungsreaktor müssten abgebrochen und eine Endlagermöglichkeit gefunden werden, forderten sie.
Von insgesamt 152 Castoren stehen noch 149 in Jülich. Nach drei Transporten zeige sich, dass es keine Ausweichrouten gebe, erklärten die Anti-Atomkraft-Initiativen. Ab Sommer falle wegen einer Baustelle auch die zweite A31-Ausfahrt bei Heek für mehrere Monate aus. Es dürfe zudem nicht auf Begleithubschrauber verzichtet werden oder Brücken unbewacht bleiben. Die Risiken von Anschlägen dürften nicht aus dem Blick geraten.




