Würzburg (epd). Mit einer Menschenkette haben am Freitag auf dem Katholikentag in Würzburg Teilnehmerinnen und Teilnehmer für strukturelle Veränderungen in allen Bereichen der katholischen Kirche demonstriert. Sie drängten auf eine Kirche, die Teilhabe und Demokratie ernst nimmt, „den Klerikalismus einer Zwei-Klassen-Kirche überwindet“ und die Gleichberechtigung aller Geschlechter zum Ziel hat, heißt es in einem Aufruf der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, der von mehr als 30 Reformgruppen unterstützt wird.
Die Menschenkette wurde zwischen dem Dom und der Augustinerkirche gebildet, die etwa 400 Meter auseinanderliegen. Von den katholischen Bischöfen forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie die Beschlüsse des Synodalen Weges sowie der Weltsynode konsequent und zeitnah umsetzen: „Synodalität ist ein wichtiges Gegenmodell angesichts zunehmend totalitärer politischer Entwicklungen in aller Welt“, hieß es.
Katholische Frauen als Impulsgeber
Ausgegangen ist der Aufruf von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands mit Sitz in Düsseldorf, dem Katholischen Deutschen Frauenbund aus Köln und der Kirchenvolksbewegung „Wir sind Kirche“. Unterzeichnet haben ihn auch die Initiative „#OutInChurch“ und die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche.




