Würzburg (epd). Die Bischöfe Kirsten Fehrs und Bertram Meier haben auf dem Katholikentag in Würzburg mehr Anstrengungen im interreligiösen Dialog gefordert. „Religionen haben Ressourcen für Verständigung und Resilienz“, sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Fehrs, am Donnerstag auf einem Podium hinsichtlich einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft und internationaler Konflikte. Der Augsburger Bischof Meier warnte vor Formen der Abschottung zwischen den Religionen.
„Eigentlich versteht man sich nie so richtig“, räumte die Hamburger Bischöfin Fehrs mit Blick etwa auf die Nachbarschaft oder den Freundeskreis ein. Aber in dem Moment, in dem man sich gegenseitig zuwende, könne man Spannungen abbauen. Dies gelte auch im größeren Rahmen.
Religionen müssten sich einander zutrauen, „einander zu verstehen“, fügte Meier hinzu, der auch für den Interreligiösen Dialog und Ökumene in der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zuständig ist: „Der andere ist kein Fremder, sondern ein Gegenüber.“ An dem Forum nahmen unter anderen auch Carola Roloff von der Deutschen Buddhistischen Union und der Rabbiner Andreas Nachama teil.
In Würzburg war am Mittwochabend der 104. Deutsche Katholikentag eröffnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte die Christen dabei zu mehr Zusammenarbeit gemahnt. Zu dem fünftägigen Treffen werden bis Sonntag Zehntausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu rund 900 Veranstaltungen erwartet.




