Gut zwei Prozent weniger Schutzsuchende in Deutschland Ende 2025

Gut zwei Prozent weniger Schutzsuchende in Deutschland Ende 2025
Die Zahl der Schutzsuchenden aus anderen Ländern ist im vergangenen Jahr etwas gesunken. Die meisten von ihnen erhalten einen Aufenthaltstitel, wenngleich in der Regel befristet.

Wiesbaden (epd). Die Zahl der offiziell registrierten Schutzsuchenden in Deutschland ist im Laufe des vergangenen Jahres leicht zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, hielten sich zum Stichtag 31. Dezember 2025 rund 3,2 Millionen Menschen in Deutschland auf, die als schutzsuchend im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst waren. Das seien 2,1 Prozent oder 68.000 Menschen weniger als ein Jahr zuvor.

Eine große Mehrheit der Schutzsuchenden (83 Prozent) hatte den Angaben zufolge einen anerkannten Schutzstatus. Für 2,4 Millionen Menschen sei dieser Schutzstatus befristet gewesen. Als schutzsuchend gelten Ausländerinnen und Ausländer, die sich unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten.

Wichtigste Herkunftsländer Ukraine, Syrien und Afghanistan

Das häufigste Herkunftsland war 2025 die Ukraine, woher knapp 1,2 Millionen Personen kamen, gefolgt von Syrien (669.000) und Afghanistan (321.000). Zusammen stellten diese drei Staatsangehörigkeiten zwei Drittel (66,5 Prozent) aller Schutzsuchenden, wie es weiter hieß.

Den höchsten Bevölkerungsanteil stellten als schutzsuchend Erfasste in Bremen (6,6 Prozent), im Saarland (5,3 Prozent) und in Berlin (5,2 Prozent). Am geringsten war ihr Bevölkerungsanteil in Brandenburg und Bayern (jeweils 3,0 Prozent), sowie Mecklenburg-Vorpommern (3,3 Prozent).