Berlin (epd). Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler (CDU), hat die Bedeutung Westafrikas für Deutschland und Europa betont. „Entwicklungen in Westafrika betreffen auch uns in Europa unmittelbar“, erklärte Güler zum Auftakt ihrer Reise in die Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire) und nach Togo am Sonntag. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft wolle sie daran arbeiten, „das Potenzial für Wachstum und Handel im beidseitigen Interesse weiter auszuschöpfen“, sagte Güler. Die Elfenbeinküste sei bereits heute einer der wichtigsten Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent.
Zugleich verwies die Staatsministerin auf gemeinsame Herausforderungen wie Terrorismus und Instabilität in der Sahelregion. Dies bedrohe nicht nur die Elfenbeinküste und Togo als Nachbarstaaten. „Auch unsere Sicherheit in Europa ist durch den internationalen Terrorismus sowie Krieg und Konflikt in der Region betroffen“, sagte Güler. Man wolle enger zusammenarbeiten, um die Ausweitung terroristischer Gruppierungen auf die Küstenstaaten am Golf von Guinea zu verhindern und die strukturellen Ursachen von Gewalt und Extremismus zu bekämpfen.
Besuch von Antiterror-Akademie
Güler besucht die Elfenbeinküste und Togo bis zum 13. Mai. Laut Angaben des Auswärtigen Amtes sind Gespräche mit Regierungsvertretern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft geplant. In der Elfenbeiküste steht demnach auch der Besuch einer von Deutschland unterstützten Antiterror-Akademie auf dem Programm.
Die Sahelregion ist von Gewalt und Instabilität geprägt. Vor allem in Mali, Burkina Faso und Niger sind islamistische Gruppen aktiv, die immer wieder Anschläge verüben.




