München (epd). Daniel Libeskind sorgt sich um Deutschland. „Bislang hat sich Deutschland stets sehr klar zu seinen Werten bekannt“, sagte der US-amerikanische Architekt polnischer Herkunft dem „SZ Magazin“ (Freitag). Doch das könne sich ändern, „wenn die AfD an immer mehr Orten an die Macht kommt“.
Zu seiner Herkunft aus einer jüdischen Familie sagte Libeskind, er betrachte sich nicht als religiös: „Jüdisch zu sein hat nichts damit zu tun, religiös zu sein. Es ist eine Identität. Ein Bekenntnis zu Traditionen und Werten.“ Religion bedeute Bindung. „Auf diese Weise bin ich an das Judentum gebunden“, sagte Libeskind, der am 12. Mai 80 Jahre alt. Das von ihm entworfene Jüdische Museum in Berlin betrachtet er bis heute als seinen wichtigsten Bau.




