Rom (epd). Papst Leo XIV. hat US-Außenminister Marco Rubio in einer Privataudienz empfangen. Bei dem Treffen am Donnerstag habe man das „gemeinsame Engagement für die Pflege guter bilateraler Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den Vereinigten Staaten von Amerika bekräftigt“, teilte der Vatikan später mit.
Das Treffen fand in einer diplomatisch hoch angespannten Lage zwischen dem Papst sowie US-Präsident Donald Trump statt. Vom Vatikan hieß es danach weiter, es habe einen Meinungsaustausch über die regionale und internationale Lage gegeben, „mit besonderem Augenmerk auf Länder, die von Krieg, politischen Spannungen und schwierigen humanitären Situationen geprägt sind“.
Rubio schreibt von gemeinsamem Engagement
„Habe mich mit dem Papst getroffen, um unser gemeinsames Engagement für die Förderung von Frieden und Menschenwürde zu bekräftigen“, schrieb Rubio, der selbst katholisch ist, nach seinem Treffen im Vatikan auf dem Kurzmitteilungsdienst X. Es war das zweite Zusammentreffen von Rubio und Papst Leo seit dessen Wahl am 8. Mai 2025. Leo ist der erste gebürtige US-Amerikaner, der das Amt des Papstes bekleidet.
Nach der Audienz bei Papst Leo, die laut Vatikan rund 45 Minuten gedauert haben soll, traf Rubio auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und den Außenminister des Heiligen Stuhls, Erzbischof Paul Richard Gallagher. Die Initiative für das Treffen war nach Parolins Darstellung von der US-Seite ausgegangen.
Kardinalstaatssekretär: Trump-Äußerungen „zumindest seltsam“
Neue Vorschläge des Heiligen Stuhls zur Lösung des Konflikts mit dem Iran werde es nicht geben, hatte Parolin bereits im Vorfeld des Treffens am Mittwochabend am Rande einer Veranstaltung in Rom gesagt. Man setze weiterhin auf Dialog. „Diese Konflikte können nicht mit Gewalt gelöst werden“, sagte der Kardinalstaatssekretär.
Zu den verbalen Angriffen von Trump auf den Papst von Anfang dieser Woche sagte Parolin am Mittwochabend weiter, es erscheine ihm „zumindest seltsam“, den Papst auf diese Weise anzugreifen oder ihm Vorwürfe zu machen. Trump hatte wiederholt behauptet, dass es für den Papst akzeptabel sei, dass der Iran über Atomwaffen verfüge. Bereits Mitte April hatte Trump den Papst wegen dessen Friedensbotschaft verbal attackiert.




