Bio-Lebensmittel: Nachfrage steigt weiter

Bio-Lebensmittel: Nachfrage steigt weiter
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten wächst der Bio-Markt deutlich. Die meiste Ware verkaufen nach Branchenangaben die Discounter.

Berlin (epd). Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln hat in Deutschland weiter zugelegt. In den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf insgesamt 4,91 Milliarden Euro, wie der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) unter Berufung auf eigene Daten am Sonntag in Berlin mitteilte.

Das Bio-Umsatz-Plus liege damit deutlich über der Teuerung von Lebensmitteln von zuletzt 1,8 Prozent. Der gesamte Lebensmittelmarkt sei im selben Zeitraum um 2,5 Prozent gewachsen, erklärte der BÖLW.

Drogeriemärkte mit hohem Wachstum

Die meiste Bio-Ware vertrieben demnach die Discounter mit einem Anteil von 30 Prozent. Besonders hoch sei das Wachstum bei den Drogeriemärkten ausgefallen, mit einem Plus von gut 14 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025.

„Bio bleibt auch in Krisenzeiten eine Wachstumsbranche“, erklärte BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Kunstdünger sei angesichts der Weltlage nicht nur gut für die Umwelt, sondern trage auch zur Versorgungssicherheit bei. „Die derzeitige Preisexplosion bei Düngemitteln tangiert Bio-Landwirte nicht“, so Andres.

Bier und Spirituosen rückläufig

Der Bio-Spitzenverband BÖLW legte in Zusammenarbeit mit der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft erstmals Quartalszahlen für den Bio-Gesamtmarkt vor. Sie basieren auf Daten von Marktforschungsinstituten.

Zweistelliges Wachstum im Bio-Sortiment verzeichnen den Angaben zufolge Fleischersatzprodukte, Mehl, Süßwaren, Eis, Tiefkühlkost, Feinkost, Fertigprodukte, Heißgetränke und Backwaren. Dagegen sei der Umsatz bei Bier und Spirituosen deutlich zurückgegangen, auch bei Butter, Brot und Kartoffeln habe er sich verringert.