Stuttgart (epd). Unter dem Motto „Colour the World“ ist am Freitagabend der 12. Internationale Gospel-Kirchentag in Stuttgart gestartet. Bis zum Sonntag treffen sich rund 5.000 Sängerinnen und Sänger. Mehr als 200 Chöre aus 23 Ländern sowie mehrere zehntausend Besucher werden erwartet.
Ausschlaggebend für den Standort sei die lebendige Chorszene in Stuttgart gewesen, sagte Festivalleiter Martin Bartelworth von der Creativen Kirche Witten dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit Initiativen wie „Gospel im Osten“ verfüge die Stadt bereits unabhängig vom Festival über den größten regelmäßigen Gospelchor in Deutschland.
Botschaft von Hoffnung und Gemeinschaft
Von Seiten der württembergischen Landeskirche, die das Festival gemeinsam mit der Creativen Kirche Witten veranstaltet, begrüßte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl die Gäste. Er bedauerte, dass der geplante Zuschuss der Stadt Stuttgart in Höhe von 200.000 Euro für den Gospel-Kirchentag wegen der schwierigen Haushaltslage ausgeblieben sei, dies habe die Stimmung jedoch nicht getrübt. „Wenn Gospel für Hoffnung steht, dann auch hier“, sagte Gohl. Hoffnung sei in diesen Zeiten so notwendig wie wohl lange nicht.
Nicht im Grau der schlechten Nachrichten untergehen
Gospelkirchentags-Pastor Matthias Kleiböhmer bezeichnete Gospel als „kraftvolle Musik, die alle berührt und viele Menschen verändert“. Zum Motto des Festivals, „Colour the World“ (Gib der Welt Farbe), erklärte er: „Wir brauchen das, damit wir nicht im Grau der schlechten Nachrichten von Krieg und Zukunftsangst untergehen. Wir sehen auf die Möglichkeiten. Lasst uns was daraus machen.“
Am Samstag werden in der Innenstadt auf einer Musikmeile zahlreiche Gospelchöre auftreten. Ab 19 Uhr soll es eine Nacht der Chöre an mehr als 20 Standorten parallel geben. Das Festival endet am Sonntag um 14 Uhr mit einem Gottesdienst in der Porsche-Arena.




