Betreiber: Gorlebener Zwischenlager setzen keine Radioaktivität frei

Betreiber: Gorlebener Zwischenlager setzen keine Radioaktivität frei
Im Gorlebener Wald stehen zwei Atommüll-Zwischenlager. Nach Betreiberangaben gelangt daraus keine Radioaktivität in die Umwelt. Die gemessene Strahlung sei die Folge der natürlichen Radioaktivität, hieß es.

Gorleben (epd). Die beiden Atommüll-Zwischenlager in Gorleben im Wendland haben im Jahr 2025 nach Angaben des Betreibers keine radioaktiven Stoffe freigesetzt. Auch die am Zaun gemessene Strahlung habe erneut deutlich unterhalb des Genehmigungswertes gelegen, teilte die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) am Freitag mit. Sie veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht mit Radioaktivitätsdaten der Gorlebener Atomanlagen.

Demnach wurde für das vergangene Jahr am Anlagenzaun an der Stelle mit der höchsten Strahlung ein Wert von 0,12 Millisievert gemessen. „Diesen würde eine Person erhalten, die sich ununterbrochen ein Jahr lang am Zaun aufhielte“, erläuterte BGZ-Sprecher Tristan Zielinski. Der Wert ergibt sich dem Unternehmen zufolge aus der natürlichen Radioaktivität. Der Genehmigungswert liege bei 0,30 Millisievert pro Jahr.

Zwei Atommüll-Lager im Gorlebener Wald

Auch die Auswertung der Proben aus Luft, Niederschlag, Grundwasser, Boden und Vegetation habe für 2025 keine aus dem Betrieb der BGZ-Zwischenlager stammende Radioaktivität ergeben, fügte Zielinski hinzu. Die BGZ betreibt am Standort Gorleben ein Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll und ein weiteres Lager für schwach und mittelradioaktive Abfälle.