Jüngere haben nach Merz-Aussage zur Rente Angst vor Altersarmut

Jüngere haben nach Merz-Aussage zur Rente Angst vor Altersarmut
Nach der Aussage von Bundeskanzler Merz zur Rente äußert in einer Umfrage eine deutliche Mehrheit Angst vor Altersarmut. Die Angst ist über alle Altersgruppen und Parteipräferenzen verbreitet, bei Unionsanhängern ist das Bild aber nicht eindeutig.

Montabaur (epd). Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland fürchten sich nach der Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur gesetzlichen Rente vor Altersarmut. Laut einer repräsentativen Umfrage des Civey-Instituts für das Portal „web.de“ vom Donnerstag bejahten 69 Prozent aller Befragten, dass sie sich um ihre Existenzgrundlage im Alter sorgten. Am stärksten verbreitet war die Angst demnach unter 18- bis 29-Jährigen und unter 40- bis 49-Jährigen (jeweils 77 Prozent).

Zu Wochenbeginn hatte Merz gesagt, die gesetzliche Rentenversicherung werde künftig „allenfalls noch die Basisabsicherung für das Alter sein“ und nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard zu sichern. Für die Studie hatte Civey von Dienstag bis Donnerstag 5.000 Menschen befragt.

Geringste Sorgen bei Menschen jenseits der 65

Ebenfalls große Sorgen äußerten Befragte mit Kindern im Haushalt (77 Prozent). Von Menschen, die ohne Kinder im Haushalt lebten, hatten demnach 67 Prozent Angst vor Altersarmut. Am geringsten Sorgen hatten laut der Umfrage Menschen jenseits der 65 Jahre, die entweder im oder kurz vor dem Ruhestand stehen. Mit 61 Prozent waren aber auch sie überwiegend besorgt.

Nach Wahlabsichten aufgeschlüsselt, äußerte sich die Befragten ebenfalls überwiegend alarmiert. Am stärksten hatten nach der Merz-Aussage Anhängerinnen und Anhänger der Linken Angst (91 Prozent). Lediglich bei der Union ergab die Umfrage ein unklares Bild. Zwar äußerten 46 Prozent ihrer Anhänger Furcht, und 42 Prozent gaben sich unbesorgt. Dieses Ergebnis lag jedoch innerhalb der Standardabweichung von 2,6 Prozent.