Dorfputz statt Festakt: Steinmeier wünscht sich einen anderen 23. Mai

Dorfputz statt Festakt: Steinmeier wünscht sich einen anderen 23. Mai
Bundespräsident Steinmeier ruft die Menschen auf, den Geburtstag des Grundgesetzes im ganzen Land zu feiern und dabei das Ehrenamt zu würdigen.

Berlin (epd). Feiern im ganzen Land statt Festreden: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wünscht sich, dass der Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai in diesem Jahr anders begangen wird als in den Jahren zuvor. „Fröhlicher und lebendiger und an vielen Orten zugleich“, schreibt Steinmeier in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). In den Mittelpunkt will das Staatsoberhaupt das Ehrenamt stellen.

„Ich bin überzeugt: Der Verfassungstag ist eine tolle Gelegenheit, um Begeisterung für bürgerschaftliches Engagement zu wecken“, schreibt Steinmeier. Aber es brauche dafür mehr als mahnende Worte. Deshalb habe er den 23. Mai zum „Ehrentag“ erklärt: „Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Aktionen zum Mitmachen anzubieten, ob als Einzelperson oder mit ihrem Verein, ihrer Organisation, ihrem Unternehmen, ihrer Kommune.“ Das Motto lautee: „Für dich. Für uns. Für alle.“

Gegenseitiges Beschenken

Steinmeier ruft die Menschen auf: „Seien auch Sie mit dabei! Trommeln Sie Ihre Nachbarn zum Dorfputz zusammen. Veranstalten Sie ein Straßenfest. Laden Sie zum gemeinsamen Singen ein. Organisieren Sie ein Fußballturnier. Bieten Sie Vorlesestunden im Altersheim an. Verschönern Sie den Jugendklub mit frischer Farbe.“ „Beschenken wir uns zum Geburtstag unseres Grundgesetzes gegenseitig!“, lautet sein Appell.

Das Grundgesetz wird in diesem Jahr 77 Jahre alt. Die bundesdeutsche Verfassung wurde am 23. Mai 1949 verkündet und trat am Tag darauf in Kraft.